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Von (mpi)  |  06.09.2007  | Netzcode: 11070141  |  120 Mal gelesen.
Ermhof

"Wer soll sich drum kümmern?"

Nach Grabungsende verschiedene Erhaltungsmodelle für Martins-Kirche in Ermhof

Ermhof. (mpi) Die Ausgrabungen an der St. Martins-Kirche in Ermhof sind beendet. Nun stellt sich die Frage der weiteren Nutzung dieses Bodendenkmals. Landrat Armin Nentwig hatte zu einem Ortstermin geladen, bei dem verschiedene Konzepte zur Gestaltung der Ausgrabungsstätte zusammen mit Generalkonservator Prof. Dr. Egon Johannes Greipl vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege erörtert wurden.

Zum Artikel: Fritsch Juli 2010
Nentwig dankte vor allem den Grundstückseigentümern, der Familie Seitz, für ihr "Wohlwollen" gegenüber den Ausgrabungen und dem Grabungsleiter Dr. Mathias Hensch für die geleistete Arbeit. Zusammen mit Bürgermeister Winfried Franz betonte er den Stellenwert der historischen Fundamente für die Gemeinde und das starke öffentliche Interesse daran.

Erbaut im 9. JahrhundertHensch stellte zusammen mit Bezirksheimatpfleger Mathias Conrad den anwesenden Gästen die Ausgrabungsstelle und ihre geschichtliche Bedeutung vor. Die aus der karolingischen Zeit im 9. Jahrhundert entstandene Steinkirche sei eine der frühesten in der nördlichen Oberpfalz (wir berichteten).

Prof. Dr. Egon Johannes Greipl und Landeskonservator Dr. Sebastian Sommer vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege befassen sich nun mit den Möglichkeiten des Erhalts der Ausgrabungsfunde. Sommer stellte drei verschiedene Modelle vor.

Arbeitsgruppe bildenEine Möglichkeit wäre die komplette Wiederauffüllung des Areals, um es vor weiteren Verwitterungen zu schützen und dem Eigentümer die Nutzung der Fläche zu ermöglichen. Als Alternative dazu könnte eine neue Anlage auf den historischen Resten aufgemauert werden, die mit entsprechender Beschilderung der Öffentlichkeit zugänglich wäre.

Die dritte Lösung, ein Schutzdach über dem Gelände mit Informationsangeboten, sei ebenfalls denkbar. "Man muss sich allerdings die Frage stellen, wer sich denn in Zukunft darum kümmern soll", merkte Sommer an. Prof. Dr. Greipl regte die Bildung einer Arbeitsgruppe zusammen mit Bürgermeister Franz und Familie Seitz an, um zu einer für alle akzeptablen Übereinkunft zu kommen.

"Es muss in jedem Fall gründlich durchdacht und alle Überlegungen mit einbezogen werden!", so Greipl. Bleibt abzuwarten, welche endgültige Lösung für die Martinskirche in Ermhof angestrebt wird.


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