26.07.2010
| Netzcode: 2426170 | 136 Mal gelesen.
Abgetanzt unterm Brückenbogen
Erstes Electronic Dance Festival bei der Hoibruck trotzt erfolgreich den Regengüssen
Das hat die gute alte Hoibruck in ihrer langen Geschichte wohl auch noch nicht erlebt. Drei volle Tage musste die idyllische Waldesruh am Rande der ehemaligen Bahnstrecke von Ursensollen nach Kastl elektronischer Musikbeschallung und zuckender Video-Visualisierung dezent den Vortritt lassen. Beim Open Air durften die Freaks ausgelassen abtanzen. Der von dem Kastler Kai Donhauser initiierte Brückenschlag wurde hier zu einem Happening der besonderen Art.
Donhauser und sein gut 20-köpfiges Team von "Pauken & Trompeten" war von vorneherein klar, dass sie riesiges Organisationsgeschick brauchen würden, um dieses erste Electronic Dance Festival inmitten von Wäldern und Wiesen zu stemmen. Dass ihnen aber nach einem heißen Sommer-Intermezzo das Wetter einen echten Strich durch die Rechnung ziehen könnte, war so nicht vorhersehbar.
Die erste Nacht versumpft
Denn kaum waren am Freitag die ersten Zelte aufgestellt und die Lautsprecher angeworfen, da verwandelten lang anhaltene Regengüsse das von den Landwirtsfamilien Feigl und Ehbauer zur Verfügung gestellte Festivalgelände in eine richtige Sumpflandschaft. Die ganze Nacht blieb es nasskalt - doch das konnte natürlich einen echten Elektroniker nicht vom Wesentlichen abhalten. "Obwohl wir fast am Absaufen waren, hatten die Leute echt ihren Spaß", meinte Donhauser nach dem Auftakt. Weder die insgesamt aufgebotenen 50 DJs noch die am ersten Abend rund 800 Besucher machten ernsthafte Anstalten, sich der prasselnden Wetterfront zu beugen.
26.07.2010
| Netzcode: 2426170 | 136 Mal gelesen.
Abgetanzt unterm Brückenbogen
Erstes Electronic Dance Festival bei der Hoibruck trotzt erfolgreich den Regengüssen
Am Samstag stand dann freilich erst einmal der weitere Fortgang der Veranstaltung auf der Kippe, weil der Platz total aufgeweicht war. "Wir mussten das gesamte Gelände sperren und von einem Elektriker abklären lassen, ob die verlegten Kabel nach dem Regen dicht waren", so Donhauser.
Keine nassen Füße im Stroh
Dann aber Entwarnung: Sowohl der Handwerker als auch die Landwirte gaben nach Inaugenscheinnahme ihrer wässrigen Wiese grünes Licht. Damit die in der zweiten Nacht rund 1000 Festivalbesucher keine nassen Füße bekamen, wurde die Tanzfläche komplett mit Stroh ausgelegt. "Das war dann eine richtige Spielwiese und alle hatten ihren Spaß", so Donhauser. Zur sphärisch-pochenden, extatisch-hypnotisierenden Musik, mit der renommierte Szene-DJs das Volk von zwei Seiten in die Klang-Zange nahmen, tapezierten die beiden Grafiker Johann Bartenschlager aus dem Allgäu und Daniel Glaser aus Pfaffenhofen (Firma Karambolage) elektrisierende Video-Installationen und audio-visuelle Animationen unter die Hoibruck, die die Szene-Leute rhythmisch anturnten. Fast schien es so, als würde der ganze Talraum unter dem Viadukt funkelnd versinken in den Spots.