23.07.2010
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Stufenlos, aber nicht taktlos
Fahrbericht Aprilia NA 850 Mana: einziges reinrassiges Motorrad mit stufenlosem Automatikgetriebe
Mit der Aprilia NA 850 Mana besetzt der italienische Piaggio-Konzern eine Nische im Zweiradmarkt. Die Italienerin ist das derzeit einzige reinrassige Motorrad mit stufenlosem Automatikgetriebe. So viel Exklusivität hat ihren Preis. Der Einstieg ins automatische Motorradfahren beginnt bei 9213 Euro.
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| Die Aprilia Mana 850 ist das erste und derzeit einzige reinrassige Motorrad mit stufenlosem Automatikgetriebe. Der Preis für die Mana beginnt bei 9213 Euro. Bild: Aprilia |
Die Maschine ist das, was man neudeutsch als "Naked Bike" bezeichnet. Also ein sportlich gezeichnetes Motorrad mit elegantem Stahl-Gitterrohrrahmen, eindrucksvollem V2-Motor, einem runden Scheinwerfer, aber ohne Verkleidung und chromglänzenden Firlefanz. Und da fehlt noch mehr - der Kupplungshebel am linken Lenkerende.
Ursprünglich wurde die Kombination aus V2-Motor und Automatik für einen Motorroller konzipiert und tatsächlich tut ein vergleichbarer Triebsatz im Roller GP 800 der Konzernschwester Gilera Dienst. Das Bike verfügt über ein elektronisch geregeltes, stufenloses Riemengetriebe, das vom Hersteller E-CVT "Electronic Continously Variable Transmission" genannt wird. Vereinfacht erklärt, funktioniert das so: Zwischen den kegelförmigen Laufflächen zweier Riemenscheibenpaare läuft ein Keilriemen. Ein elektronisch gesteuerter Stellmotor verschiebt die vom Motor angetriebene sogenannte Primärriemenscheibe axial und stellt so den Laufdurchmesser ein. Da die Riemenlänge und der Abstand zur Sekundär-(Ausgangs-)welle fix sind, stellt sich so der Durchmesser des Sekundärrades automatisch ein.
23.07.2010
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Stufenlos, aber nicht taktlos
Fahrbericht Aprilia NA 850 Mana: einziges reinrassiges Motorrad mit stufenlosem Automatikgetriebe
Die Übersetzung wird stufenlos geändert. Das Einkuppeln beim Anfahren und Auskuppeln beim Anhalten übernimmt eine mechanische Fliehkraftkupplung. Im Automatik-Modus muss der Fahrer wie beim Roller also nur noch Gas geben und bremsen.
Trotz stufenlosem Getriebe, werden dem Fahrer sieben Schaltstufen und drei Schaltprogramme angeboten: Tour, Sport und Regen. Damit steht in jeder Lebenslage genügend Power zur Verfügung steht. Der 90-Grad-V2 schiebt mit seinen 56 kW/76 PS die Fuhre kräftig an, dank der stufenlosen Automatik landet immer ausreichend Drehmoment am Hinterrad - dies zwar unspektakulär, aber äußerst effektiv.
Das drückt sich auch im Spritverbrauch aus: Die Maschine konsumierte im Schnitt nicht mehr als 5,0 Liter Superbenzin auf 100 Kilometern. Der Tank fasst 16 Liter, liegt unter der Sitzbank und lässt sich durch einen Einfüllstutzen unterhalb des Soziussitzes befüllen. Dafür beherbergt die Tankattrappe vor dem Sitz ein gigantisches Staufach, das fast Helmgröße hat. Die Bremsanlage aus zwei 320-Millimeter-Scheiben sorgt im Notfall für eine brachiale Verzögerung. Das ABS tut ein Übriges dazu.